27. Januar 2012

Das wird eine Zitterpartie/y!

 

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Ab Montag beginnt nach und nach die “Eiszeit”.
 

In verschiedenen Gesprächen kam von mir immer wieder der Satz: „Wenn das so kommt!“ Tja, wenn das so kommt… Wenn die Luftmasse wirklich kommt, wird die erste Februar-Dekade seit langer Zeit mal wieder einen Frost-Pflock in unsere Erinnerungen brennen! Bisher wankten die Modelle ein wenig hin und her, mal zeigten sie eine extreme Kälte an, dann wieder ein rasches Übergreifen der Westdrift nach ein paar kalten Tagen. Doch zuletzt schossen sich die Modelle auf eine extrem kalte Lage ein.

So zeigte der Modellpool, bestehend aus GFS, ECWMF, GEM und BOM,  in der Zeitskala bis Tag 10 eisigste Temperaturen. Das GFS war mit seinem „Hauptlauf“ heute früh ein „milder Ausreißer“ mit Temperaturen in 1500 Meter Höhe von rund minus 15 Grad. Sämtliche anderen Modelle simulierten ein Überfluten von sibirischen Luftmassen von minus 20 bis minus 25 Grad in 1500 Meter Höhe von Osten her.

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Die Wetterlage am Samstag.
 

Minus 20 bis minus 25 Grad sind äußerst selten. Derartige Temperaturen – und dann noch in dieser Ausdehnung – gibt es alle Jubeljahre einmal, meist in den Kalt- bzw. Strengwintern. Diese Heftigkeit der Ausprägung dieser Lage findet man übrigens auch im kältesten Februar der vergangenen 250 Jahre in Mitteleuropa, nämlich in 1956. Hier stellte sich nach einem milden Winter Ende Januar die Lage auf extrem kalt um, hielt gut 4 Wochen und war im März wieder vorbei.

Daraus möchte ich keine Februar-Prognose machen. Es geht hierbei nur um eine simulierte Wetterlage, deren Eintreffen immer wahrscheinlicher wird.

Ja, wenn das so kommt…, dann hätten wir Höchstwerte zwischen minus 5 und minus 15 und Tiefstwerte zwischen minus 10 und minus 25 Grad und weniger. Es würde deshalb nicht „so kalt“ werden, da vielerorts eine Schneedecke fehlt. Gäbe es diese, könnten wir nochmal einige Grade abziehen. Auch wenn es vielleicht keine 15 Grad minus am Tage und 25 Grad minus in der Nacht sein werden, so wird es doch bald ziemlich kalt. Das ist sicher!

Morgen möchte ich einen ausführlichen Bericht über die gesamte Wetterentwicklung der kommenden 10 bis 15 Tage verfassen, worin wir besprechen, wie und wann kommt die Kälte, wo wird es wie eisig und wie lange hält oder hielte das Ganze an. Außerdem gibt es einiges für die Blumenfreunde zu beachten. Die für einige schon abgeschlossene Wintersaison 2011/12 scheint nun als scharfer Frostgeselle voll auf- und einschlagen zu wollen.

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Glättealarm: Mehr als hundert Mal gekracht!

 

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Besser stehen lassen! (Bild: dapd)
 

Winterliche Straßenverhältnisse haben am Freitagmorgen zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen in Norddeutschland geführt. Allein die Hamburger Polizei musste zu 116 Unfällen ausrücken, wie ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale sagte. Dabei sei es überwiegend bei Blechschäden geblieben. Bei sieben Unfällen wurden mehrere Menschen leicht verletzt. Eine Person musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Im östlichen Niedersachsen wurden zwei Menschen leicht verletzt.

Auch in Schleswig-Holstein beeinträchtigten Schnee und Minusgrade den Verkehr. Es ereigneten sich mehrere Unfälle. Menschen wurden nicht verletzt. Nach Angaben des Lagezentrums in Kiel war vor allem die Autobahn 1 von Glätte betroffen. In den Kreisen Steinburg und Dithmarschen rief die Polizei die Verkehrsteilnehmer nach mehreren Unfällen auf, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen.

In Hannover geriet ein Lkw bei schneeglatter Fahrbahn auf dem Messeschnellweg ins Schleudern und prallte gegen eine Schutzplanke. Die Straße wurde in Richtung Süden für mehrere Stunden gesperrt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Offenbar war der 43-Jährige Lkw-Fahrer zu schnell gefahren und hatte dadurch die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er blieb aber unverletzt.

1.000 Einsatzkräfte in Hamburg im Winterdienst

Sechs wetterbedingte Unfälle ereigneten sich in Salzgitter. Dabei wurde ein 24-jähriger Autofahrer leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Er war mit seinem Auto in den Gegenverkehr gerutscht und anschließend auf ein angrenzendes Feld geschleudert worden. 15 Verkehrsunfälle zählte die Polizei im Landkreis Peine. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Häufigste Unfallursache war den Angaben zufolge überhöhte Geschwindigkeit.

In Hamburg rückte der Winterdienst der Stadtreinigung bereits ab 2.00 Uhr zum ersten Großeinsatz des Jahres aus. Fast 1.000 Einsatzkräfte und 180 Streufahrzeuge waren daran beteiligt, wie ein Sprecher der Stadtreinigung mitteilte. Rund 120 dieser Fahrzeuge räumten zunächst eine Gesamtstrecke von knapp 3.300 Kilometer auf den Hauptverkehrsstraßen.

 

Kölner Dom schwankt bei Beben bis zu 20 Zentimeter

 

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Der Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke. (Bild: dapd)
 

Die Karnevalszeit bricht heran und dabei wackelt der Kölner Dom – aber höchstens ein paar Hundertstel Millimeter.

Aber die Kölner Ecke wird ja nicht nur vom Karneval heimgesucht, es gibt auch Erdbeben.
Wissenschaftler sorgen sich um die Standfestigkeit des Kölner Doms bei starken Erdbeben. „Es muss neu berechnet werden, wie sehr die Domtürme ins Wanken geraten würden“, erklärte der Kölner Geologe Klaus-Günter Hinzen. Grund ist, dass der Dom bei dem Erdbeben am 11. Februar 2011 bei Koblenz in einem anderen Takt und mit einer anderen Frequenz geschwungen hat als angenommen. Eine Korrektur der Modelle ist also erforderlich.

Schwingungsmesser haben gezeigt, dass die Türme minutenlang um den Bruchteil eines Millimeters zitterten. Die Spitzen hätten 100 Mal stärker geschwungen als die Sockel.

Ein Beben der Stärke 7 kann die die Turmspitzen um bis zu 20 Zentimeter wanken lassen. 10 Zentimeter sollen die Türme jedoch problemlos aushalten – na dann: Kölle Alaaf…

 
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